Strecke (ca.): 585 km
Fahrzeit: 7:04
Route: ICE596[FRANKFURT(MAIN) HBF]-ICE10[BRUXELLES-NORD]-S
Kommentar:
Die Abfahrt im sehr vollen ICE in Stuttgart ist nur etwas verspätet. Der über 90 Minuten verspätete IC aus dem Allgäu darf allerdings noch vor uns fahren und bleibt dann aber auf der Schnellfahrstrecke liegen. Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir es gerade einmal zwei Kilometer weit geschafft, bis zum Nordbahnhof. Irgendwann geht es langsam weiter, in Mannheim ist ein Alternativer ICE nach Köln aber schon weg. Wir fahren also weiter nach Frankfurt, obwohl wir davon ausgehen, den ICE dort zu verpassen. Kurz vor Ankunft öffnet sich dann aber doch ein Möglichkeits-Fenster, denn der Anschluss-ICE habe zehn Minuten Verspätung aufgrund verspätetem Personal aus vorheriger Fahrt. Wir sprinten also zum Gleis zwei. Der ICE steht noch dort, die Türen öffnen sich auch nochmals. In der Tür steht aber ein Zugbegleiter (T.H. - Name im Team bekannt), ich steige ein, werde zuerst mündlich darauf hingewiesen, dass der Zug schon abgefertigt sei (was nicht ganz der Fall sein kann, denn die Türen sind noch freigegeben!), danach wird der Zugbegleiter handgreiflich, packt mich am Kragen und schubst mich nach hinten aus dem Zug. An allen anderen Türen wird noch fröhlich zugestiegen, die Signale zeigen auch noch keine Abfertigung an. Wir versuchen es an einer anderen Türe, währenddessen wird jedoch die Türfreigabe zurückgenommen, der Zug fährt ab. Wir genießen deshalb zwei Stunden in Frankfurt und eine Pizza in der Osteria. Zwei Stunden später geht es dann nach Brüssel. Dieser ICE ist dafür pünktlich und der Zugbegleiter auch deutlich freundlicher als T.H., aber das ist auch nicht schwer, denn jemand wie T.H. habe ich in fünf Jahren noch nie erlebt. Netter Nebeneffekt: Da ich mit meinem Team unterwegs war gab es 50% des Ticketpreises noch zurück, da schmeckt die Pizza gleich besser. Gleichzeitig fragt man sich auch nicht mehr, wenn es der Bahn und T.H. wichtiger ist uns 50% des Preises zu erstatten anstatt uns kurz einsteigen zu lassen, warum dieser Konzern auf keinen grünen Zweig kommt.