Bad Säckingen/Wehr. Gute Nachrichten für Bad Säckingen und Wehr: Das Land unterstützt über den Regionalverband Hochrhein-Bodensee den „Adaptiven Entwicklungsfahrplan Innenentwicklung Raumschaft Bad Säckingen – Wehr“ mit 60.000 Euro. Die Förderung stammt aus dem Landesprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“, wie das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen am Donnerstag (1. Oktober) bekannt gegeben hat. Insgesamt fördert das Land in diesem Jahr 27 Maßnahmen mit rund 1,8 Millionen Euro.
Niklas Nüssle, Landtagsabgeordneter der GRÜNEN für den Wahlkreis Waldshut freut sich über die Zusage: „Diese Förderung ist eine hervorragende Nachricht für die gesamte Raumschaft. Statt immer neue Flächen am Ortsrand zu erschließen, wollen wir vorhandene Potenziale nutzen und Leerstände, Baulücken und andere innerörtliche Flächen aktivieren. Gerade der interkommunale Ansatz bietet dabei die Chance, gemeinsam gute Lösungen für mehr Wohnraum und lebendige Ortsmitten zu entwickeln.“
Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee arbeitet für das Projekt mit den Kommunen Bad Säckingen, Herrischried, Murg, Rickenbach und Wehr zusammen. Für acht ausgewählte Innenentwicklungsgebiete sollen konkrete Strategien entwickelt werden, um vorhandene Flächen zu aktivieren und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dafür werden ein gemeinsamer methodischer Rahmen und ein interkommunales Planungsmanagement entwickelt.
Mit dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ unterstützt das Land Kommunen, Regionalverbände und weitere Planungsträger dabei, bestehende Flächen besser zu nutzen. Gefördert werden unter anderem städtebauliche Konzepte, Bürgerbeteiligung und Maßnahmen zur Aktivierung von Leerständen, Baulücken und Nachverdichtungspotenzialen.
Niklas Nüssle betont dabei: „Innenentwicklung bedeutet für mich nicht einfach, möglichst dicht zu bauen. Es geht darum, Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Freiräume und Lebensqualität zusammenzudenken. Gerade angesichts des Klimawandels sind attraktive und klimaresiliente Ortsmitten ein wichtiger Teil einer zukunftsfähigen Siedlungsentwicklung.“
Das Land hat die Förderung in diesem Jahr ausgeweitet. Bei Innenentwicklungsmaßnahmen übernimmt es grundsätzlich bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 100.000 Euro. Für kommunale Flächenmanagerinnen und Flächenmanager wurde der Förderhöchstbetrag auf bis zu 144.000 Euro angehoben.